In ganz Deutschland werden unterschiedliche Möglichkeiten in den Kommunen geprüft, Einnahmen durch die Übernachtungen von Touristen zu bekommen.

In Weimar zum Beispiel ist vor einigen Jahren eine Kulturförderabgabe ins Leben gerufen worden, die uneingeschränkt für den Erhalt der historischen Gebäude und den erhaltenswerten Kunstschätze eingesetzt werden. In anderen Städten sollen die „Umlagen“ für das Marketing, die Infrastruktur oder aber auch für attraktive Angebote zur Gewinnung von Gästegruppen zum Einsatz kommen. Die Ideenvielfalt der Verwaltungen scheinen da sehr innovativ zu sein, um Geld in die Kassen zu spülen. Seit einigen Monaten diskutieren Politik und die Hotels in Dresden über das Thema, wie dringend benötigte Finanzen helfen können, den Standort für Gäste aus aller Welt, auch in Zukunft ein beliebtes Ziel für Reisen zu bleiben. Nur das Wie? steht da komplett in Frage! Bereits zum dritten Mal in Folge kann Elbflorenz ein Touristenrekord zu verzeichnen ist, bieten beste Rahmenbedingungen, wie sehr guter Service, günstiger Preis und moderne Hotels in Dresden, um in den nächsten Jahren Millionen von Besucher begrüßen zu können. Doch gerade die moderaten Übernachtungspreise und die Anzahl der Beherbergungsbetriebe haben kaum die Chance, größere Gewinne zu erwirtschaften. In der Hotellerie ist gerade durch das Entstehen verschiedener Schnäppchen-Portale ein Preisempfinden bei den Gästen entstanden, täglich ein besonderes Angebot mit einem stark rabattierten Angebot kaufen zu können. Da ist es schwer Mehreinnahmen, erstens durch steigende Übernachtungspreise und zweitens noch zusätzlich über geplante Gebühren, bei den Gästen durchzusetzen. Wenn man sich dann die Ausgabestatistik der Touristen ansieht, werden gerade etwa ein Drittel in Dresdner Hotels ausgegeben. Die größeren Anteile fallen da schon auf Eintritt in staatlich geführte Museen, Schlösser und Kultureinrichtungen, sowie auf den Handel. Da wäre es eine recht einseitige Belastung für die Bettenbetriebe, die zudem noch die Abwicklung und den Verwaltungsaufwand organisieren müssen. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten durch technische Modalitäten, Personalaufwand und Mindereinnahmen bei Zahlung mit gebührenpflichtigen EC- und Kreditkarten. Es werden wohl noch viele Gespräche und jede Menge Klärung der Modalitäten notwendig sein, den Hotels in Dresden ein für alle beteiligten Parteien akzeptables Konzept zu präsentieren. Warten wir mal ab, wie sich die Politik, die Stadträte und die touristischen Institutionen, aber auch die Interessenvertretungen der Hotellerie in den nächsten Wochen annähern können.