Nach der Aberkennung des Welterbe der UNESCO für das Elbtal durch den Bau der Waldschlösschenbrücke, bewerben sich hierfür mehrere Regionen in Sachsen. Um sich mit einem derartigen Titel schmücken zu können, erfordert ein besonderes und nachhaltiges Konzept, um seine Einzigartigkeit herauszustellen. Zehn interessante und außergewöhnliche Projekte gehen an den Start und wollen Ihr Vorhaben beim Innenministerium in Dresden für eine erfolgreiche Bewerbung einreichen. Und das es für die Kommission schwer wird, die richtige Entscheidung treffen zu können, zeigt die Auflistung der herausragenden Projekte der Initiatoren. Die Sächsisch-Böhmische Schweiz präsentiert sich mit seiner einzigartigen Landschaft, den Freizeitwerten für Erholung im Nationalpark, sowie die partnerschaftliche Kooperation zwischen deutschen und tschechischen Touristikern. Traditionsreich und regional buhlt das im Osten Sachsens befindliche Umgebindeland, welche um die Zukunft der alten Baukunst ländlicher Behausungen kämpft. Als einer der schönsten wiederhergestellten Altstädte in Deutschland geht die Stadt Görlitz ins Rennen, die bereits als Kulturhauptstadt Europas auf sich aufmerksam gemacht hatte, mit der via regia für Furore sorgte, rechnet sich gute Möglichkeiten aus. Die Stadt Meißen mit Schloss Albrechtsburg, wo Sachsens Ursprung liegt und der berühmten Porzellanmanufaktur rechnen sich gute Chancen aus, eine Runde weiter zu kommen. Kleine Chance rechnen sich auch die Schlosskapelle Hartenfels, der versteinerte Wald in Chemnitz, das westsächsische Textilmuseum Crimmitschau, die Topasvorkommen Schneckenstein aus, die mit Individualität und Geschichte punkten wollen. Interessant und aussichtsreich sieht die Leipziger Notenspur Ihre Bewerbung an, wo durch die Jahrhunderte Tradition des Thomaner Chores, Bach und andere musikalische Geschichten in der Messestadt zum Tragen kommen sollen. Aus Dresdner Sicht hat die Gartenstadt Hellerau recht gute Chancen, die Jury zu überzeugen, denn die Region im Norden der Sächsischen Landeshauptstadt hat sich in den letzten Jahren besonders herausgeputzt. Drücken wir allen beteiligten Projekten viel Glück und hoffen, dass es in ansehbarer Zeit, ein weiteres Welterbe im Freistaat geben wird.