Nach Beendigung der Amtszeit von Benedikt XVI wird durch das Dresdner Unternehmen Kronsegler eine besondere Uhr angefertigt. Maik Liesche, der die Idee zu einer Sonderedition eines Zeitmessers für den Papst hatte, hat mit seinem Team mehrere Monate an der Entwicklung dieses Unikates gearbeitet. Nach der Zusage aus dem Vatikan, was schon als bemerkenswert einzuschätzen ist, solch ein Vorhaben überhaupt durchführen zu können, machte er sich in seiner Glashütter Uhrenschmiede an die Arbeit. Mit seiner limitierten „Sacristan“ erinnert er zugleich an das 265ste Oberhaupt der Katholischen Kirche. Genau diese Anzahl an Uhren wird es mit speziellen Anzeigen geben, die neben Zeit und Datum, auch täglich stattfindende Gebetszeiten ausweisen werden. Dies ist ein Relikt aus dem Mittelalter, wo Benediktiner Ihre Gebete nach Wasser- oder Sanduhren festlegten.

In Absprache mit der Sternwarte im Vatikan hatte der Dresdner die erste spezielle Uhr bereits zum Ende der Amtszeit an den „Deutschen Papst“ überreicht. Liebhaber aus aller Welt bekundeten bereits Interesse für die knapp 4000 EURO teure Sonderedition. Ein Großteil der Erlöse fließen in die Stiftung der Sternwarte im Vatikan. Im Vorfeld des einzigartigen Zeitmessers hatte Liesche mit seinen Mitarbeitern eine Serie „Sacristan“ mit „christlichem“ Preis hergestellt, die in einer Auflage von 10.000 Stück und etwa 150 Euro komplett vergriffen ist. Eine Neuauflage ist zwar nicht vorgesehen, doch optional den Pilgern und Anhängern von Benedikt XVI ein Erinnerungsstück zu bieten, könnte eine weitere Produktion nicht unbedingt ausgeschlossen werden. Maik Liesche hat mit seiner Idee die Zeichen der Zeit in doppelter Hinsicht aufgegriffen, die als täglich verwendetes Utensil und als Sammlerstück einer besonderen Amtszeit gilt. Zudem bekommt Dresden und insbesondere die Uhrentradition aus Glashütte einen weiteren Schub Ihrer filigranen und perfekten Qualität auf der ganzen Welt und macht Werbung für die Tradition des Uhrenhandwerkes aus Sachsen.