In diesem Jahr feiert der „Goldriesling“ sein 100jähriges Jubiläum. Diese ganz besondere Rebe, die im 19.Jahrhundert durch eine Kreuzung von Riesling und Courtilier Musque Prècoce entstand, hat sich bis heute im Sächsischen Elbland gehalten. Hier wird die Sorte in traditioneller Art und Weise angebaut und gepflegt. Durch Carl Pfeiffer, dem damaligen Landwirtschaftsrat, erhielt die Rebsorte seine Chance an der Elbe. Er half der Sorte mit seinen Neuanpflanzungen zu dem noch heute geltenden Ruhm. Durch seine Spezifikation, dass die Traube erst nach den späten Frosten des Frühjahrs treibt, sind zwar kaum hohe Qualitäten möglich, doch durch diese Eigenheit hat der Goldriesling seine Fans unter den Winzern. Auf dem Weingut von Prinz zur Lippe nahe Meißen, bekommt der Goldriesling besondere Pflege. Und zusätzlich bekommt gerade der Anbau im Elbland seine Einzigartigkeit, denn außer ein paar Quadratmetern in anderen Weinbaugebieten, ist er nur in Sachsen zu finden. Nun feiert der etwas andere Wein, nach dem großen Jubiläum von 850 Jahre Weinbau in Sachsen vom letzten Jahr, seinen „runden“ Geburtstag. Dies wird wohl ein Teil der Marketingaktivitäten im Elbland sein, um die Zielgruppe der Genießer für die Region nördlich von Dresden zu begeistern und Liebhaber edler Tropfen als Gäste begrüßen zu können. Obwohl der als „Zechwein“ geltende Wein begrenzte Qualitäten entwickelt, entfaltet er zu Käse und Fischgerichten sein volles Aroma. Diese Tugend unterstreicht die Besonderheit des Goldriesling, der bei seinem Jubiläum an seine Geschichte und Einzigartigkeit erinnert.

Jeder, der gern einen guten aber auch besonderen Tropfen probieren möchte, sollte bei einem der Winzer einkehren und sich vom Genuss seiner exzellenten Note überzeugen.