Vor 100 Jahren wurde der Leutewitzer Park im Dresdner Westen offiziell eröffnet. Etwas verträumt und kaum beachtet hat der kleine „Volkspark“ eine lange Geschichte.

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Das damals brachliegende Gelände, welches als Lehmgrube einer Ziegelfabrik diente, wurde für die dort lebenden Arbeiterfamilien zu einem Kleinod angelegt. Es entstanden Spiel- und Sportplätze, wo groß und klein Spass und Erholung suchten. Nach einigen Jahren verfiel so nach und nach die Anlage, mit seinem ausgebauten Wegenetz, den kunstvollen, gusseisernen Bänke und auch die Spielplätze waren dem Verfall ausgesetzt. Ein Denkmal des hier von 1903-1927 wirkenden Heimatdichters und Lehrers, Heinrich Langer, verschwand aus dem Park. Die kunstvollen Bänke wurden für eine DEFA-Verfilmung „Adel im Untergang“ abgebaut und sind nie wieder an Ihren ursprünglichen Ort zurück gekehrt. Niemand fand sich in den Folgejahren, dieses Kleinod im westlichen Vorort von Dresden, wieder zu einem attraktiven Freizeiterlebnis zu entwickeln. Vor drei Jahrzehnten begann man erst, das Wegenetz und mit einem Kinderspielplatz, den Leutewitzer Park, zu beleben. Es wurden einige Plastiken aufgestellt, die u.a. die „Bremer Stadtmusikanten“ zierten, um zumindest für die „Kleinen“ der Umgebung einen Anlaufpunkt zu schaffen.

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Mehrere Jahre hat sich eine private Initiative des Stadtteils Dresden, den Leutewitzer Park zu pflegen und als ein Ort der Entspannung, mitten im Wohnviertel, zu erhalten. Ihnen sei Dank, dass am 30.September, das 100jährige Jubiläum gefeiert werden kann und hier ein Stück Geschichte und Freizeitwert erhalten blieb.