Vor 130 Jahren begann in Dresden eine Ära der Kommunikation , die heute kaum vorstellbar ist. Im Jahre 1882 wurde das Kaiserliche Postamt eingeweiht und zählte im gesamten Stadtgebiet gerade einmal 59 Anschlüsse! Heute hat so gut wie jeder Haushalt, der etwa 250.000 Wohnungen, einen Direktanschluss an das Telefonnetz und jede Menge Mobilgeräte im Einsatz. Dazu surft ja fast jeder Online durch das World Wide Web. So etwas konnte man im 19.Jahrhundert noch gar nicht erahnen. Eine kleine Anzahl Freunde haben sich innerhalb einer Interessengemeinschaft zusammen gefunden, um die „Historische Fernmeldetechnik“ zu pflegen und seiner Nachwelt zu präsentieren. Ein interessantes Hobby, den wenn man bedenkt, wie rasant sich gerade in den letzten zwei Jahrzehnte die Telekommunikation entwickelt hat. Wenn man überlegt, dass man in der heutigen Zeit kaum noch zur Telefonzelle eilt, um seine Liebsten zu sprechen, sind längst die Smartphones und Handys ständig im Gepäck, schnell mal etwas zu bereden. Umso wertvoller ist das Engagement der rund siebzig Mitglieder der Interessengemeinschaft, Nostalgie und technische Geschichte zu bewahren und bei jeder sich bietende Gelegenheit, die damaligen Geräte und Ihre Tauglichkeit zu zeigen. Ja, die meisten der noch geretteten Fernsprecher funktionieren noch, weil sie stets von ihren Fans gewartet werden. Wer Interesse hat, diese robusten Telefone hautnah zu erleben, ist von der IG „Historische Fernmeldetechnik“ herzlich in die Hertha-Lindner Strasse eingeladen, die Meisterwerke technischen Fortschritts erklärt zu bekommen. www.ighift.de