Eine königliche Residenz erstrahlt in neuem Glanz und lädt zu Festivitäten, Musik und Kunst in seine liebevoll rekonstruierten Räumlichkeiten ein. Das Gebäude wurde bereits zu 1575 in den Büchern erwähnt, bekam jedoch erst im 18.Jahrhundert durch August den Starken eine besondere Bedeutung.clip_image002 Hier residierte Graf August Christoph von Wackerbarth, der zur damaligen Zeit als Oberfeldmarschall, Gouverneur der Dresdner Festung und gleichzeitig Oberinspektor des Sächsischen Bauwesen war. Der Lustgarten hatte bereits vorher auf dem Gelände des Kurländer Palais rauschende Feste erleben können. Seinen heutigen Namen bekam das Palais durch den Prinz Carl von Sachsen, der als Herzog von Kurland in den Sälen lebte. In damaligen Kriegen diente der Gebäudekomplex als Lazarett, wo Soldaten von Napoleon oder auch Karl May, der Autor von Winnetou, behandelt und geheilt wurden. Bei der Bombardierung Dresdens brannte das Kurländer Palais völlig aus und konnte, dank engagierter Denkmalschützer, vor dem Abriss gerettet werden. Viele Jahre begeisterte im original erhaltenen und renovierten Gewölbekeller der „Jazzklub Tonne“ sein Publikum, der auch heute noch beim Internationalen Dixielandfestival ein begehrter Veranstaltungsort ist.

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Erst 2006 begann der Auf- und Ausbau der Ruine, der mit besonderen denkmalpflegerischen Anforderungen, eine Rekonstruktion des historischen Gebäudes möglich machte. Am 11.Oktober öffnet das Kurländer Palais seinen Gästen die Türen und zeigt sich in neuem Gewand, der die prachtvollen Säle, die herrschaftlichen Gänge und Portale, den Palaishof, sowie die eingerichteten Veranstaltung- und Gastronomie-Lokalitäten präsentieren wird.

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