Das Heinz – Steyer – Stadion, dort wo in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Rekorde mitzuerleben waren, ist von dem Glamour der sportlichen Vergangenheit kaum etwas übrig geblieben. Zu seinem Spitznamen „Das Goldene Oval“ kam die im Oktober 1919 eröffnete Sportanlage durch eine Vielzahl von Weltrekorden, die hier durch Leichtathleten aufgestellt wurden. Zunächst als Fußballplatz und für Laufwettbewerbe genutzt, hatte das Stadionrund sogar deutsche Fußball-National-Mannschaften gesehen, wo in den 1920er Jahren Länderspiele ausgetragen wurden. Bis zu 60.000 Zuschauer kamen in die Arena, um Spiele und Wettkämpfe zu verfolgen. An was sich wohl nur wenige erinnern ist, dass das Heinz – Steyer – Stadion das erste seiner Art in Deutschland war, dass mit einer Flutlichtanlage ausgestattet war. Von Beginn an nutzte der auch heute noch bestehende Dresdner SC Nutzer die Anlage. Auf internationaler Ebene bekannt, konnten hier die besten Sprinter des damaligen Radrennens, der „Friedensfahrt“, Ihre Etappensieger küren. Die DDR- Leichtathletikmeisterschaft von 1990 ist als bisher letztes Sportgroßereignis registriert. Danach verlor das Stadion an Glanz und ist bei der Elbeflut 2002 stark beschädigt worden, so dass im Moment maximal 4500 Zuschauer den Dresdner Monarchs, die American Footballer der Sächsischen Landeshauptstadt, zuschauen können. Um den Verfall der „Legende“ im Ostrapark zu stoppen und daraus wieder eine adäquate Sportstätte zu machen, sollen in den nächsten Jahren Sanierungsarbeiten stattfinden, um bis zu 12.000 Besuchern die Möglichkeit zu geben, interessante Spiele und spannende Wettkämpfe verfolgen zu können. Gerade für die Sportarten Leichtathletik und American Football wäre ein Stadion mit dem geplanten Fassungsvermögen ein lohnenswertes Ziel, die Fangemeinde auszubauen. So könnten Freiluftveranstaltungen, wie ein Hochsprungmeeting, für neuen Aufwind im Heinz – Steyer – Stadion im Ostrapark sorgen.