Wohl in jedem Haushalt gibt es einen Nussknacker. Ob es ein traditioneller aus Holz, geschnitzt im Erzgebirge, ein klassischer aus Metall oder ein moderner elektrischer ist, jeder erfüllt gerade in der Weihnachtszeit seinen individuellen Zweck, die Hasel-, Wal-oder Paranüsse aus den harten Schalen zu trennen. Auch in der Kunstszene ist „Der Nussknacker“ eine Berühmtheit, denn seit die Erzählung, damals noch als „Nussknacker und Mausekönig“, von E.T.A Hofmann 1816 erschien, ist das Stück in vielfältiger Form inszeniert worden. Als Theaterstück, Konzert und Ballett hat die Geschichte einen Siegeszug durch große Opernhäuser angetreten, wo vor allem die getanzte Version als die populärste Darbietung gilt. Dies ist besonders dem Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski zu verdanken, der den „Nussknacker“ vertonte. Am 18.Dezember feiert die Erstaufführung 120 Jahre und wird schon traditionell vom Mariinski – Theater in die ganze Welt übertragen. Das Spektakel aus St.Petersburg wird in diesem Jahr sogar in 3-D produziert und kann in Dresden live erleben. Das UCI Kino im Elbepark zeigt das Ballett als vorweihnachtliche Aufführung am 10. und 21.Dezember als Einstimmung auf die Festtage. Dies verspricht ein ganz besonderes Kinoerlebnis zu werden, denn gerade für die Fans von klassischem Ballett, wird dies ein Geschenk schon vor Heiligabend sein. Auch im Rundkino auf der Prager Strasse kann man interessante und hochwertige Aufführungen sehen. So wird am 16.Dezember vom berühmten Moskauer Bolschoi Theater ebenfalls das Ballett „Der Nussknacker“ vorgeführt. Aus der Opera National de Paris kommt „Carmen“ auf die Leinwand und bringt temperamentvolle Szenen von George Bizet in den wohl vollbesetzten Kinosaal. So lässt sich die Adventszeit bis zum Weihnachtsfest besinnlich und kulturell einstimmen, bis es dann mit dem „Nussknacker“ an die Nüsse vom bunten Teller geht.