Es ist bereits 140 Jahre her, als Harald Julius von Bosse, die russisch-orthodoxe Kirche an der Fritz-Löffler-Strasse gebaut. Eine Schenkung an seine Landsleute, die hier eine Heimstätte fanden, um zu Gebeten und Gemeindefeste zusammen zu kommen. Inmitten von modernen und weniger modernen Bauten ist sie, durch Ihre blau-goldenen Zwiebeltürmchen, stets ein Hingucker von Passanten und vorbeifahrenden Autos. In der Zeit des Aufbaus lebten schon rund 600 ehemaligen Russen in Dresden, die hier ein neues Zuhause gefunden haben. Heute sind es eine Vielzahl mehr, die in der sächsischen Landeshauptstadt studieren, leben und arbeiten. Aus dem Stadtbild sind die Menschen, wie auch die Kunst, Kultur, Musik und Lebensart kaum wegzudenken. Ob hochkarätige Künstler in der Semperoper oder Staatsschauspiel auftreten, Folklore-Festtage in der Neustadt stattfinden, eine Russen-Disco in einer der zahlreichen Clubs der Elbmetropole zur Party laden oder auch im „Stroganoff“ Pelmeni und Bortschtsch serviert und genossen werden, überall sind die Einflüsse der Osteuropäer zu spüren. Auch für den Tourismus in Dresden hat sich diese Bevölkerung eingesetzt und bringt Ihre Landsleute nach Sachsen. So gibt es seit einiger Zeit ein AZIMUT Hotel Dresden, wo viele Gäste aus Russland Ihr Quartier beziehen. Natürlich sind sie auch in allen anderen Dresdner Hotels gern gesehen, denn mit großzügig ausgestatteten Finanzen sorgen die Besucher aus den russischsprachigen Ländern für gute Umsätze. Gern gesehen sind die Touristen in den städtischen Shopping Malls und Boutiquen, wo schon schnell mal Waren für mehrere Hundert Euro über den Ladentisch gehen. Sicher geht auch der eine oder andere zur Besichtigung oder Andacht in die russisch-orthodoxe Kirche an der Löffler Strasse. Als Gedenken an den Erbauer H.J. von Bosse, wird am 2.November im Blockhaus gegenüber vom Goldenen Reiter eine Ausstellung eröffnet, die an seine Verdienste in Dresden erinnern.