Sachsen ist mit an der Spitze beim Brauen von Bier. Dies gilt auch bei der Beliebtheit des zünftig kräftigen Bockbieres. Im Oktober beginnt die Zeit des „Obergärigen“, was in den letzten Jahren immer mehr Freunde gefunden hat.clip_image002 So feiert am kommenden Wochenende die traditionsreiche Meissner Schwerter Brauerei Ihr Jahrgangs Bockbierfest. Ausgeschenkt wird das kräftige, gehaltvolle und vollmundige BENNATOR, was ab dem 8.Oktober in den sächsischen Läden zu kaufen gibt. Vorher wird das mit einer geschmackvollen Malz Note gebraute Starkbier auf dem Festgelände in Meißen gezapft und mit stimmungsvoller Musik verkostet. Auch weitere sächsische Brauereien, wie die Mauritius Brauerei in Zwickau, das Einsiedler aus Chemnitz oder das Freiberger Brauhaus, bringen im Herbst Ihre Bockbiere auf den Markt. Das nun schon vor fast 800 Jahren mit hohem Stammwürze Gehalt hergestellte Braeu wurde damals bis Italien exportiert und war gerade in der Fastenzeit der Mönche ein wichtiges Nahrungsmittel.clip_image004 In vielen Klöstern entstanden Brauereien, die das „Bock“ oder auch „Doppelbock“ herstellten. Das wohl berühmteste ist das „Salvator“ von Paulaner aus München. Erst im 20.Jahrhundert benannte man das beliebte Getränk auch Starkbier. Und wie es die Geschichte so will, kam durch ein Versehen eines Gesellen in Kulmbach, das „Eisbock“ hinzu, welches als das stärkste seiner Sorte galt. Und zuletzt hat auch das „Maibock“ im Frühjahr seine Freunde gefunden und bereichert die riesige Auswahl von Bieren in Sachsen und Deutschland.